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Der Verbraucher schätzt Fisch als hochwertiges Produkt, von dem er künftig mehr konsumieren will. Frische ist das schlagende Argument. Der Preis steht nicht im Vordergrund.
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Zusatzangebot: ![]() |
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SB-Fisch ist nur eine Ergänzung Kontrovers äußert sich der Kunde zum Angebot von abgepacktem Frischfisch in Selbstbedienung. Lediglich für knapp 12 Prozent wäre dies ein adäquater Ersatz für die Bedienung. Immerhin 30 Prozent der Fischkäufer sehen in der Angebotsform keine Alternative zur Theke. Andererseits würden es 54 Prozent als zusätzliche Offerte zur Theke akzeptieren, sicherlich auch, weil es beim Fleisch bereits länger besteht und angenommen wird. Aber der Eindruck „nice to have" drängt sich irgendwie auf. Und für den LEH stellt sich die Frage, ob das Zusatzangebot den angemessenen Zusatzumsatz bringt. Allerdings ist SB-Fisch trotz etlicher fehlgeschlagener Versuche in der Vergangenheit ein Thema, das nicht gleich vom Tisch gewischt werden sollte. In anderen Frischesegmenten wie Käse und Fleisch gewinnt das SB-Geschäft. In hohem Maße reagieren Kunden auf Verkostungen. 58 Prozent könnten dadurch im Geschäft zum spontanen Kauf von Fisch- und Fischerzeugnissen animiert werden. Ein Sonderangebot würde 52,6 Prozent zum Impulskauf reizen. Mit geringem Abstand folgen Aspekte wie ansprechende Warenpräsentation und neue Produkte. Das unterstreicht Probierwilligkeit und Offenheit der Kunden für Neues. Innovationen sind immer noch das Feld der Marke. Aber wie die ungestützte Befragung aufdeckt, sind in Zusammenhang mit Fisch nur wenige Markennamen dem Verbraucher präsent. Das dürfte daran liegen, dass nur wenige Brands in diesem Bereich massiv werblich unterstützt werden. Es verwundert daher nicht, wenn Iglo-Werbung als die interessanteste eingestuft wird. Haben die Befragten eine Markenliste vor Augen ergibt sich schon ein anderes Bild. Iglo führt das Feld mit 95,6 gestützter Markenbekanntheit klar an. Sicherlich hat auch die allgemeine TK-Komptenz der Marke hier ihren Anteil daran. Es folgen Nordsee und Frosta. Appel, Nadler, Homann und Hawesta sind jeweils noch mehr als 50 Prozent der Befragten ein Begriff. Eine Marke, die zugleich Synonym für die Warengruppe wäre, fehlt. Handelsmarken von Fischerzeugnissen kommen daher auch gut weg beim Verbraucher. Mehr als zwei Drittel der Befragten haben schon einmal zum Private Label gegriffen. Dabei fanden 44,6 Prozent keinen Unterschied zwischen Marke und Handelsmarke. Das ist erst einmal eine subjektive Aussage, sollte aber zu Denken geben. Knapp 30 Prozent verbinden mit der Marke „etwas bessere Qualität" und 7,2 Prozent eine deutlich bessere. Die vergleichsweise hohe Wertschätzung der Handelsmarke hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die deutschen Verbraucher heute hinter fast jedem Private Label einen Markenartikler als Absender vermuten. Und das Vertrauen, insbesondere das was einem Aldi entgegengebracht wird, ist nahezu unerschütterlich. Marken sind bei den Kunden nicht so präsent. Andererseits ist der Kunde sehr empfänglich für conveniente Innovationen. Zubereitungen mit Fisch stehen hoch im Kurs. Durch höhere Convenience-Grade lässt sich zwei-felsfrei noch erhebliches Potenzial erschließen. Bei ohnehin schwindenden Kochfähigkeiten, ist die Hemmschwelle zur Fischzubereitung in der eigenen Küche ungleich höher. Mit Fisch in zubereiteter Form oder als Bestandteil von Fertiggerichten können Schwellen überwunden und vor allem neue Kunden gewonnen werden. Die hohe Akzeptanz von Fisch in der heimischen Gastronomie und während des Urlaubs in südlichen Ländern sprechen für sich. Alles in Allem besitzt der klassische LEH mit Fisch und hochwertigen Fischerzeugnissen ein Profilierungs- und Differenzierungsinstrument, das der Discounter in absehbarer Zeit nicht aufgreifen wird. Hier wurde gerade erst die Option bei Frischfleisch eingelöst. Frische ist das schlagende Argument. Mit frischem Fisch hebt man sich vom Wettbewerb ab und zieht genussbetontere Kunden an, die erwiesener Maßen mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Die gut geführte Theke wird trotz „Marktbereinigung" fortbestehen. Sie dokumentiert wie kein anderes Segment Frischekompetenz. (dr) Studie: Quelle: LEBENSMITTEL PRAXIS, Nr. 4, Februar 2004 |
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| Methode: Innofact, Düsseldorf, hat von 5. bis zum 11. Januar 500 Interviews online im Internet geführt. Ausgewählte Verbraucher haben mit Hilfe eines Fragebogens an einer ca. 12-minütigen Befragung teilgenommen. Die Grundgesamtheit dieser Studie ist definiert als „Personen im Alter zwischen 16 und 59 Jahren, die zumindest gelegentlich Fisch bzw. Fischerzeugnisse einkaufen". Die Stichprobe ist damit repräsentativ für Fischkäufer/innen in der genannten Altersspanne. Weitere Infos bei Dieter Druck (d.druck@vhb.de). Die komplette Studie u.a. mit Markenaufriss- und profilen kann zum Preis von 579 Euro (inkl. MwSt., plus Versandkosten) bestellt werden bei Katja Seger, Telefon: 02631 879-217, Fax: 02631 879-205, E-Mail: k.seger@vhb.de |
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