Verkaufsfahrzeuge, Verkaufsanhänger, Verkaufsmobile, Verkaufsstände und Pavillons von Borco-Höhns

 

Verkaufsfahrzeuge, Verkaufsanhänger, Verkaufsmobile, Verkaufsstände und Pavillons von Borco-HöhnsExklusivstudie Fisch:
Gute Einstellung!

(Artikel aus LEBENSMITTEL PRAXIS, Nr. 4, Februar 2004)

Man verkauft mit Borco-Höhns

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Der Verbraucher schätzt Fisch als hochwertiges Produkt, von dem er künftig mehr konsumieren will. Frische ist das schlagende Argument. Der Preis steht nicht im Vordergrund.

Der Verbraucher schätzt Fisch als hochwertiges Produkt

Fisch und Fischerzeugnisse sind Produkte mit hoher Wertschätzung bei der Verwenderschaft und entsprechend mit positiven Attributen belegt. Wellness, ein weiterhin steigendes Ernährungs- sowie Gesundheitsbewusstsein, Geschmack und die auch zuletzt zumindest sporadisch wieder entflammte Diskussion um BSE dürften mit dazu beitragen, dass über 40 Prozent der 500 Befragten ihren Fischkonsum in diesem Jahr eher steigern wollen. 56 Prozent werden den jetzigen Konsumlevel halten. Daraus könnte man ableiten, dass Fisch mehr als nur eine Alternative zum Fleisch ist.

TK-Ware und Fischerzeugnisse (Konserven, Marinaden etc.) landen am häufigsten im Einkaufswagen. Sie sind im Handel über alle Vertriebstypen flächendeckend präsent, auch mit unterschiedlich großen Sortimenten bei den führenden Discountern.

Frische, Qualität und Geschmack sind vorrangig gefragt.


Immerhin knapp ein Viertel der Befragten kaufen solche Produkte wenigsten ein Mal pro Woche. Frischfisch hat mit rund 15 Prozent auch noch einen hohen Anteil an „Wochen-Käufern". Bei Räucherfisch greifen immerhin noch 37 Prozent der Verbraucher monatlich ein Mal zu. Vergleichweise hohe Anteile an Nichtverwendern zeigen Feinkostsalate mit Fisch sowie Krebs- und Weichtiere. Anderseits werden sie häufig zu besonderen Anlässen gekauft.

Bei der Einkaufsstätten-Präferenz finden wir auch bei den Fischerzeugnissen ein Abbild der aktuellen Handelssituation. Bevorzugt werden solche Produkte beim Discounter eingeladen. Breitere Sortimente, z. T. mit leicht feinköstlicher Tendenz, und natürlich die hohe Kundenfrequenz der Hard-Discounter dürften hierzu beitragen. Mit schon deutlichem Abstand folgen Großflächen und Verbrauchermärkte (26,5 Prozent) sowie der Supermarkt (23,4 Prozent).

Supermarkt ist nicht die erste Adresse

Ganz anders die Situation, wenn es um frischen Fisch geht. Hier haben Fachhandel und Feinkostgeschäft klar die Nase vorn. Auf dem Wochenmarkt und in den großen Verbrauchermärkten beziehen jeweils 25 Prozent der Befragten ihren Fisch. Im Supermarkt kaufen lediglich 17 Prozent. Das muss man der rückläufigen Thekenzahl im klassischen LEH zuschreiben. Frischer Fisch ist in dieser Schiene nicht mehr überall erhältlich und daher dürfte u. a. auch die hohe Bedeutung des Wochenmarktes für den Fischbezug rühren.

Ungestützt nach den Namen der Einkaufsstätte befragt, führt hier Real das Feld deutlich an. Es folgt Edeka mit 12,4 Prozent. Addiert man die Vertriebsschienen der Rewe-Gruppe, stünden sie an zweiter Stelle mit 15,7 Prozent. Auch die Metro (C&C) ist mit knapp 4 Prozent noch gut dabei. Das Ranking muss natürlich in Relation zur Zahl der jeweiligen Outlets betrachtet werden. Und nicht alle hier aufgeführten Handelsunternehmen sind flächendeckend vertreten.

Frische, Qualität, Sauberkeit und Geschmack sind die herausstechenden Kriterien beim Frischfisch-Kauf. Sie stehen deutlich über dem Preis. Den stufen aber immerhin fast die Hälfte der Befragten als „eher wichtig" ein. Dennoch dürften die Preissensibilität bei Fisch deutlich geringer ausgeprägt sein als in anderen Frische-Sortimenten und zudem die Preise beim Verbraucher nicht so präsent sein, wie z. B bei Frischfleisch. Das belegt eine parallel durchgeführte Innofact-Studie zu Fleisch. Hier ist die Zahl der Sonderangebotskäufer deutlich höher. Unter den Fischfischkäufern steigt aber die Empfänglichkeit für Sonderangebote mit zunehmendem Alter. Dass beim Fisch kaum Vorratskäufe getätigt werden, spielt eine weitere Rolle bei der Beurteilung von Sonderpreis-Aktionen.

Eine vergleichbare Bedeutung werden der ansprechenden Warenpräsentation und Angebotsvielfalt beigemessen. Beratung und Serviceaspekte fallen dagegen ab. Sie sind dennoch wichtige Kriterien, aber werden vom Kunden wohl nicht so vordergründig wahrgenommen.

Auswahlkriterien:

„Warum kaufen Sie gerade im Verbrauchermarkt/Supermarkt Ihren frischen Fisch?" Offene Abfrage, Nennungen in Prozent
 
Eher tiefgekühlt:


„Wie häufig kaufen Sie Fisch bzw. die Fischerzeugnisse?" (Angaben in Prozent)

Eindeutige Präferenzen:


„Wo kaufen Sie Ihren frischen Fisch?" (Prozentuale Verteilung)
 
Zusatzangebot:


„In einigen Verbrauchermärkten wird frischer Fisch abgepackt zur Selbstbedienung angeboten. Welchen der folgenden Aussagen würden Sie zustimmen?" (Angaben in Prozent)

SB-Fisch ist nur eine Ergänzung

Kontrovers äußert sich der Kunde zum Angebot von abgepacktem Frischfisch in Selbstbedienung. Lediglich für knapp 12 Prozent wäre dies ein adäquater Ersatz für die Bedienung. Immerhin 30 Prozent der Fischkäufer sehen in der Angebotsform keine Alternative zur Theke. Andererseits würden es 54 Prozent als zusätzliche Offerte zur Theke akzeptieren, sicherlich auch, weil es beim Fleisch bereits länger besteht und angenommen wird. Aber der Eindruck „nice to have" drängt sich irgendwie auf. Und für den LEH stellt sich die Frage, ob das Zusatzangebot den angemessenen Zusatzumsatz bringt. Allerdings ist SB-Fisch trotz etlicher fehlgeschlagener Versuche in der Vergangenheit ein Thema, das nicht gleich vom Tisch gewischt werden sollte. In anderen Frischesegmenten wie Käse und Fleisch gewinnt das SB-Geschäft. In hohem Maße reagieren Kunden auf Verkostungen. 58 Prozent könnten dadurch im Geschäft zum spontanen Kauf von Fisch- und Fischerzeugnissen animiert werden. Ein Sonderangebot würde 52,6 Prozent zum Impulskauf reizen. Mit geringem Abstand folgen Aspekte wie ansprechende Warenpräsentation und neue Produkte. Das unterstreicht Probierwilligkeit und Offenheit der Kunden für Neues.

Innovationen sind immer noch das Feld der Marke. Aber wie die ungestützte Befragung aufdeckt, sind in Zusammenhang mit Fisch nur wenige Markennamen dem Verbraucher präsent. Das dürfte daran liegen, dass nur wenige Brands in diesem Bereich massiv werblich unterstützt werden. Es verwundert daher nicht, wenn Iglo-Werbung als die interessanteste eingestuft wird. Haben die Befragten eine Markenliste vor Augen ergibt sich schon ein anderes Bild. Iglo führt das Feld mit 95,6 gestützter Markenbekanntheit klar an. Sicherlich hat auch die allgemeine TK-Komptenz der Marke hier ihren Anteil daran. Es folgen Nordsee und Frosta. Appel, Nadler, Homann und Hawesta sind jeweils noch mehr als 50 Prozent der Befragten ein Begriff. Eine Marke, die zugleich Synonym für die Warengruppe wäre, fehlt.

Handelsmarken von Fischerzeugnissen kommen daher auch gut weg beim Verbraucher. Mehr als zwei Drittel der Befragten haben schon einmal zum Private Label gegriffen. Dabei fanden 44,6 Prozent keinen Unterschied zwischen Marke und Handelsmarke. Das ist erst einmal eine subjektive Aussage, sollte aber zu Denken geben. Knapp 30 Prozent verbinden mit der Marke „etwas bessere Qualität" und 7,2 Prozent eine deutlich bessere. Die vergleichsweise hohe Wertschätzung der Handelsmarke hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die deutschen Verbraucher heute hinter fast jedem Private Label einen Markenartikler als Absender vermuten. Und das Vertrauen, insbesondere das was einem Aldi entgegengebracht wird, ist nahezu unerschütterlich.

Marken sind bei den Kunden nicht so präsent.


Andererseits ist der Kunde sehr empfänglich für conveniente Innovationen. Zubereitungen mit Fisch stehen hoch im Kurs. Durch höhere Convenience-Grade lässt sich zwei-felsfrei noch erhebliches Potenzial erschließen. Bei ohnehin schwindenden Kochfähigkeiten, ist die Hemmschwelle zur Fischzubereitung in der eigenen Küche ungleich höher. Mit Fisch in zubereiteter Form oder als Bestandteil von Fertiggerichten können Schwellen überwunden und vor allem neue Kunden gewonnen werden. Die hohe Akzeptanz von Fisch in der heimischen Gastronomie und während des Urlaubs in südlichen Ländern sprechen für sich.

Alles in Allem besitzt der klassische LEH mit Fisch und hochwertigen Fischerzeugnissen ein Profilierungs- und Differenzierungsinstrument, das der Discounter in absehbarer Zeit nicht aufgreifen wird. Hier wurde gerade erst die Option bei Frischfleisch eingelöst. Frische ist das schlagende Argument. Mit frischem Fisch hebt man sich vom Wettbewerb ab und zieht genussbetontere Kunden an, die erwiesener Maßen mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Die gut geführte Theke wird trotz „Marktbereinigung" fortbestehen. Sie dokumentiert wie kein anderes Segment Frischekompetenz. (dr)
Studie: www.innofact.com

Quelle: LEBENSMITTEL PRAXIS, Nr. 4, Februar 2004
Fotos: ICT

 

Methode:
Innofact, Düsseldorf, hat von 5. bis zum 11. Januar 500 Interviews online im Internet geführt. Ausgewählte Verbraucher haben mit Hilfe eines Fragebogens an einer ca. 12-minütigen Befragung teilgenommen. Die Grundgesamtheit dieser Studie ist definiert als „Personen im Alter zwischen 16 und 59 Jahren, die zumindest gelegentlich Fisch bzw. Fischerzeugnisse einkaufen". Die Stichprobe ist damit repräsentativ für Fischkäufer/innen in der genannten Altersspanne.

Weitere Infos
bei Dieter Druck (d.druck@vhb.de).

Die komplette Studie u.a. mit Markenaufriss- und profilen kann zum Preis von 579 Euro (inkl. MwSt., plus Versandkosten) bestellt werden bei Katja Seger,
Telefon: 02631 879-217, Fax: 02631 879-205, E-Mail: k.seger@vhb.de

 



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