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Metzgerei Rolf Büchel hat sich ein Verkaufsmobil nach Maß „schneidern“ lassen – völlig autark mit individueller Ausstattung und großem Wurst- und Fleischangebot Wuppertal Thomas Büchels geschäftliche Existenz und neueste Investition ist ein 6,5 m langer Selbstfahrer aus dem Hause des Herstellers Borco-Höhns und auf die speziellen Bedürfnisse des Metzgers zugeschnitten. Das Verkaufsfahrzeug ist in dieser Form bundesweit bislang einmalig. Büchel Junior verkauft über den mobilen Tresen etwa 700 kg an Wurst- und Fleischprodukten in der Woche. Herr Büchel ist mit dem Geschäftsjahr 2007 mehr als zufrieden. Für 2008 hat er sich vorgenommen Zuwächse im Verkauf zu verzeichnen. |
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![]() Eine Tandem-Achse, 6,5 m Thekenlänge und eine ganze Reihe an Sonderausstattungen - wie erweiterte Kühlkapazitäten - umschreiben das Verkaufsfahrzeug von Thomas Büchel. |
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Zentraler geht es kaum: Wer Thomas Büchel am Dienstag, Mittwoch und Sonnabend sucht, wird mitten in Solingen, auf dem Graf-Wilhelm-Platz, fündig. Busstation, Taxistand, ein großes Kaufhaus sowie Wohnhäuser umrahmen den Wochenmarkt. „Seit dem Umzug von der Solinger Fußgängerzone auf diesen neuen Wochenmarkt ist der Umsatz um etwa 20 % gestiegen“, räumt Büchel ein. „Die gewohnt guten und zu etwa 80 % selbst hergestellten Waren sind unverändert im Angebot – Lage, Lage, Lage, sprich gute Erreichbarkeit für jung und alt ist im Wochenmarktgeschäft eine wichtige Konstante“, erklärt Büchel den Zugewinn. Der in leuchtendem Rot und weiß gestaltete Selbstfahrer fällt schon von weitem auf. Das schmucke Fahrzeug – zugleich sehr gute Firmenwerbung des Metzgers – ist mit einigen Karosserie technischen Details und Zubehörteilen ausgestattet, die es so laut Büchel nirgendwo anders gibt. Da ist beispielsweise das in die Seite eingebaute Fenster mit abschließbarem Schieberollladen zu nennen – ein Extra mit optimalen Vorteilen: im Verkaufswagen werden Personal und Ware vor Wettereinflüssen geschützt, zugleich ist Helligkeit und Transparenz für jedermann angesagt. Durch das angenehme Bärolicht bekommt nicht nur der Schinken, die Mettwurst oder andere Leckereien eine Optik zum Reinbeißen verpasst. Die mit roten Westen oder Jacken und Firmenlogo ausgestatteten Verkäuferinnen hinter der Panoramatheke haben an diesem Wochenstart alle Hände voll zu tun. Das Angebot des Tages, 100g Braunschweiger für 1,28 Euro, ist in fast jeder Einkaufstüte zu finden. W für Wuppertal auf dem Autokennzeichen zeigt an, wo Produktions- und Heimatstandort der Familie Büchel ist. „Wir leben ausschließlich von unseren nach eigenen Rezepten und Gewürzen produzierten Fleisch- und Wurstwaren“, so Büchel |
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![]() Durch das zusätzliche Heckfenster mit abschließbarem Schieberollladen kommt Tageslicht in den Innenraum des Verkaufsfahrzeugs und beleuchtet zusätzliche Ware und Personal. |
![]() Thomas Büchel (rechts) ließ sich sein Verkaufsfahrzeug speziell anfertigen. Seniorchef Rolf Büchel ist als Berater weiterhin gefragt. |
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Hin und wieder gibt es dann schon eine Neuerung wie zum Beispiel die Kümmel- und Zwiebelsülze. Die Kunden schätzen nach Aussage des 40jährigen Juniorchefs zumeist das Altbewährte nach überlieferten Rezepten. Fehlen darf da die Braunschweiger Mettwurst auf keinen Fall, ebenso wie die bergische Kottenwurst, im Original nur „Made by Büchel“ zu erwerben. Der Erfolg gibt Büchel recht: trotz einiger Konkurrenz – am Graf-Wilhelm Platz sind immerhin noch vier weitere Metzger aktiv – sei der Umsatz mehr als zufrieden stellend. Schwiegervater Rolf Büchel hat im mobilen Verkaufsgeschäft den Grundstock gelegt. Das Gründungsjahr des ersten mobilen Verkaufens war im Mai 1976. Bereits 1954 begann der Vater Rolf Büchels als selbstständiger Metzgermeister in 1. Generation den Verkauf mit eigener Herstellung. Im aktuellen Firmenlogo wird denn auch Rolf Büchel in großen Lettern weitergeführt, klein darunter steht Thomas Büchel als Inhaber. Seit fast genau vier Jahren ist Thomas Büchel, gelernter Schreinermeister, als Inhaber der Traditionsmetzgerei aktiv. Während seiner 12 Jahre im Flugabwehrregiment der Bundeswehr lernte er Ehefrau Andrea Büchel kennen und lieben. Die Liebe zum Metzgereigeschäft und eine zweijährige Lehre beim Schwiegervater kamen etwas später dazu. Mittlerweile sind mit der Übernahme des Geschäftes inklusive aller technischen Geräte und des vorherigen Verkaufsfahrzeuges abgeschlossen Der Seniorchef ist als Berater weiterhin gefragt. „Wir wollen nur auf einer Hochzeit tanzen, das aber richtig“, erklärt Büchel das Firmenprinzip. Damit meint er zum Beispiel, bei Wind und Wetter, zu jeder Jahreszeit immer pünktlich, zuverlässig und - mit den über Jahrzehnte immer gleich gebliebenen hohen Qualitätsmaßstäben - Präsenz zu zeigen. Solingen und Solingen Wald, von Dienstag bis Sonnabend im Wechsel, ist die geschäftliche Herausforderung. Dass sich die Investition in das neue Verkaufsfahrzeug rechnet, ist für Büchel ohne Zweifel. Schon wie beim Vorgängerwagen von Borco-Höhns gelte aber, dass die gute Pflege des Handwerkszeuges, also auch des Verkaufsfahrzeuges sich auszahle. Bei der Inzahlungnahme durch das Rotenburger Fahrzeugwerk habe er ein sehr gutes Angebot bekommen. „Übrigens ist auch ein Eckkühlschrank mit Glasschiebetüren eingebaut,“ schwärmt Büchel von der Maßarbeit der Rotenburger. Fast jeder noch so ausgefallene Wunsch könne von den Fachhandwerkern absolut zufrieden stellend erledigt werden. So sind z.B. auch die Kühlkapazitäten in Büchels Fahrzeug erweitert worden. Kollegen von Metzger Büchel aus dem mobilen Verkauf haben Gelegenheit, sein Fahrzeug auf der diesjährigen Frühjahrsmesse von Borco-Höhns Anfang März genauer unter die Lupe zu nehmen. Büchel: „Die Geschäftsführung hat mich gebeten, mein Fahrzeug an den zwei Messetagen für alle Besucher zur Verfügung zu stellen. Auch wenn Zeit immer knapp ist, wird Büchel wohl einwilligen. „Das ist mir die Reise mit den Gesprächen unter Gleichgesinnten allemal wert.“
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