Verkaufsfahrzeuge, Verkaufsanhänger, Verkaufsmobile, Verkaufsstände und Pavillons von Borco-Höhns

 

Verkaufsfahrzeuge, Verkaufsanhänger, Verkaufsmobile, Verkaufsstände und Pavillons von Borco-HöhnsRendez-vouz mit dem Supermarkt

(Artikel aus "REGAL", 7-8/2004)

Man verkauft mit Borco-Höhns

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Johann Enne erkannte die weißen Flecken der Nahversorgung als Marktnische. Mit seinem rollenden Supermarkt tourt er seit über drei Jahren durch das Weinviertel. Nun möchte er österreichweit expandieren.

In einem kleinen Dorf im Niederösterreichischen Weinviertel hat sich eine Handvoll Leute versammelt. Tratschend und die neuesten Gerüchte besprechend warten sie nur auf einen: auf den rollenden Supermarkt von Johann Enne.
Dieser ist hier bereits eine Institution, auch wenn er sich das Vertrauen seiner Kunden anfänglich hart erkämpfen musste. Denn der Idee, zu vorgegebenen Zeiten in einem Selbstbedienungsladen auf vier Rädern einzukaufen, stand man vorerst etwas kritisch gegenüber. Dabei machte sich der findige Kaufmann eine besorgniserregende Entwicklung zu Nutzen: Durch das Greißlersterben bleiben viele ältere Leute, die nicht mehr mobil sind, unversorgt. „Da ein stationäres Geschäft oder ein Heimlieferservice in diesen Dörfern unrentabel wäre, war klar, dass der POS in der Mitte liegen muss", erklärt Enne seine Schlussfolgerung, ein Rendez-vous zwischen Kunden und Händler zu arrangieren.


Johann Enne und sein rollender SupermarktJohann Enne und sein rollender Supermarkt

Intensive Planung.

Für die schwierige Umsetzung nahm sich Johann Enne sieben Jahre Vorlaufzeit, um die Touren, das Sortiment und seine potenziellen Kunden zu eruieren. 2000 startete er dann mit seinem ersten Wagen, in dem 1.200 Artikel auf 60 Regalmetern Platz finden. Die Sortimentsgestaltung bedarf dabei besonderer Sorgfalt, da nicht nur die Auswahl gegeben sein muss, sondern es während der rund 80 Kilometer langen Tour und bei den durchschnittlich 20 Stationen zu keinem Stock-out kommen soll.


Modernes Kassensystem im rollenden Supermarkt
  Transparenz und Übersichtlichkeit gewährleistet das moderne Kassensystem im rollenden Supermarkt.

Johann Enne und sein rollender Supermarkt
 
„Mittel- bis langfristig sollen 50 Fahrzeuge in ganz Österreich unterwegs sein", zeigt sich Johann Enne expansionsfreudig.
 

15 Euro Durchschnittseinkauf.

Nicht selten passiert es, dass Kunden beim Betreten des rollenden Supermarktes überrascht sind, denn hier findet man tatsächlich alles für den täglichen Bedarf. Vor allem mit seinem Frischeangebot kann der Kaufmann punkten: Der Mopro-Bereich hat im Vergleich zu seinen beiden stationären Geschäften den doppelten, Obst und Gemüse sogar den vierfachen Anteil am Gesamtumsatz.
Das Preisniveau ist an jenes der Supermärkte angepasst, „wobei ich sicher keine Aktionitis mitmache", wie Enne betont. Seine Kunden, die durchschnittlich zehn bis 15 Euro pro Einkauf ausgeben, wüssten das Angebot zu schätzen und verstünden daher auch die Kalkulation. Den größten Teil der Ausgaben machen das Fahrzeug und die Fahrtkosten aus.

Mutige Expansionspläne.

 

Innenanscht des "Rolla" - des rollenden Supermarktes   Nachdem sich auch der zweite rollende Supermarkt, der von einem Franchisepartner geführt wird, etabliert hat, setzt Johann Enne nun zur weiteren Expansion an. Im Rahmen eines Forschungsprojektes in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien und Econsult wurde das Konzept des rollenden Supermarktes derart weiter entwickelt, dass dieser Betriebstyp ohne weitere Vorbereitungen in alle möglichen Regionen transferierbar ist.

Gleichzeitig entwickelte der innovative Kaufmann einen neuen Marktauftritt - samt neuem Logo und Marketingkonzept.
„Mittel- bis langfristig sollen 50 Fahrzeuge in ganz Österreich unterwegs sein", erläutert Enne seine Pläne. Der erste „Rolla", wie nun der rollende Supermarkt heißt, ist bereits in der Steiermark unterwegs. Grundsätzlich soll ein Logistikzentrum insgesamt vier Fahrzeuge versorgen, die von dort sternförmig wegfahren. Die nächsten weißen Flecken in der Nahversorgung sollen im südlichen Niederösterreich erschlossen werden.

Isabelle Kober
Quelle: "REGAL", 7-8/2004



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