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Familienbäckerei Ohrdorf bei Magdeburg bleibt seinen Prinzipien treu: Qualität aus Liebe zum Produkt, Service und erstklassige stationäre wie mobile Verkaufspräsentation. |
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Ein starkes Team: Seniorchef Joachim Ohrdorf konzentriert sich aufgrund einer Mehlstauballergie heute auf die Bereiche Verwaltung, Einkauf und Organisation, Ehefrau Ilona ist die mobile Seele per Verkaufswagen, Tochter Undine Chefin des Cafés und Ehemann Volker als Bäckermeister gut im Geschäft – gemeinsam mit den Mitarbeiter im Verkauf und der Produktion. |
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Etwas weitere Kreise um den gut 500 Einwohner großen Flecken Hakenstedt bei Magdeburg hat Bäckermeister Ohrdorf schon immer gezogen. Seit 1968 selbständig, ist das Ladengeschäft Basis für die weitere Expansion der Ohrdorfs insbesondere seit Beginn der 90er Jahre. "Mit Öffnung der Mauer 1989 ergaben sich plötzlich neue Perspektiven, die Terrains wurden geschäftlich neu abgesteckt", erinnert sich Ohrdorf. Ein Trabant aus DDR-Zeiten wurde zunächst als Auslieferungsfahrzeug umfunktioniert. Die Nachfrage stieg stetig und schnell; Ohrdorfs waren auf der Suche nach professionelleren Lösungen. "Du musst auch mobil Flagge zeigen und die Auslieferung der Backware selbst in die Hand nehmen, bevor es die ‚Wessies’ tun", war seinerzeit ein Ratschlag der Fahrzeugbauer des Rotenburger Werkes Borco-Höhns", so Firmenchef Ohrdorf.Im Frühjahr 1991 wurde dann das erste Fahrzeug aus der Produktion von Borco-Höhns bestellt. Auf einer Fachmesse hatte der heute 56jährige Ohrdorf kurz zuvor Kontakt mit den Fahrzeugherstellern aufgenommen – nach intensiven Gesprächen mit dem Vertriebs- und Verkaufsprofi für Bäckermobile, Hans-Jürgen Beyer, sei das passende Fahrzeug gefunden worden. Bis heute verbinde ihn ein freundschaftlicher und auf Vertrauen basierender Kontakt. Einziges Manko der ersten Bestellung: Aufgrund der insgesamt starken Nachfrage hatte Borco-Höhns wie Ohrdorf heute schmunzelnd erzählt damals Lieferzeiten von rund 8 Monaten. Mit dem erfolgreichen Ausbau und Start der neuen mobilen Filiale wuchs auch der Bedarf an frischer Ware. Ab 1990 ging es Schlag auf Schlag weiter. Noch vor der Währungsumstellung sollte alles über die Bühne gehen - was einen Einkauf 1 zu 1, Ostmark- zu Westgeld ermöglichte. Zunächst wurde die Produktionsfläche und der Verkaufsraum des Traditionsgeschäftes erweitert und der Ofen auf Erdölbeheizung umgestellt. "Der Backofen, ein Winkler-Patent made in DDR, war
störanfällig und wurde noch mit Braunkohle beheizt", so Ohrdorf.Etwa 250.000 Euro ließen sich die Ohrdorfs – im Familienrat einstimmig beschlossen – ihren neuen Firmenauftritt insgesamt kosten. In der Summe enthalten sind Spiralkneter, Ausrollmaschine und Froster sowie ein separater Platz zur Lagerung von 15.000 Litern Heizöl, ebenso wie der zweite Backofen, der 1996 gekauft wurde. In diese Zeit fiel auch die Entscheidung der Tochter Undine Salomon, den Schritt zur Unternehmerin zu wagen. Die gelernte Apothekerin beratschlagte sich mit Eltern und Mann und investierte in ein Grundstück mit baufälliger Eisdiele. Die musste kurzerhand einem Café-Neubau weichen. Der dritte Geschäftszweig ist inzwischen beste Abnahmequelle der hauseigenen Konditorprodukte. Über 50 Kuchensorten sind im Programm plus etliche Eissorten, ebenfalls mit "eigener Hand" hergestellt. Improvisieren und Kreativität liegt Familie Ohrdorf aus Sachsen-Anhalt im Blut. Undine Salomon: "Der klassische Rosinenkuchen muss zwar heute nicht mehr mit kandierten grünen Tomaten aus Mangel an Zitronat gebacken werden. Das Pflücken und
Entkernen von Obst wie Pflaumen für die Teigware wird aber immer noch per Hand gemacht. Nicht nur weil’s besser schmeckt, sparsamer ist es noch dazu." Heute sind Joachim Ohrdorf, Ehefrau Ilona, Tochter Undine und Schwiegersohn Volker Salomon - ebenfalls gelernter Bäckermeister - froh über die positive Entwicklung der drei Firmen-Standbeine. Seit kurzem ist der Selbstfahrer gegen ein neues Verkaufsfahrzeug - natürlich wieder von Borco-Höhns – getauscht worden. Der schmucke Fiat Ducato Diesel ist laut Ohrdorf noch ausgereifter und spezieller auf die persönlichen Bedürfnisse hin ausgebaut worden. Durchgehende Regale für Brot und ausreichende Stellflächen für Kisten unter dem Verkaufstresen sind da nur einige Details, die den Tageseinsatz erleichtern. Außerdem wurde Ehefrau Ilona ein beheizbarer Fahrersitz und eine
Standheizung für den Verkaufsraum spendiert. "Die Mutti" der Firma, gelernte Verkäuferin von der Pike auf, steuert von Dienstag bis Freitag (samstags wird mit einer Mitarbeiterin im Café der Arbeitsplatz getauscht) etwa 15 Standorte im 15 Kilometer Radius vom Ladengeschäft an. Bregenstedter, Uhrslebener, Bornstedter und weitere Nachbardörfer im Ohrekreis freuen sich auf frische und komplett selbst hergestellte Ware. 50 Kuchensorten wie auch im Laden, 15 Sorten Brot und etwa 12 Brötchenvarianten gehen verteilt auf den 4m langen Verkaufsraum über den mobilen Tresen. Bis zu drei Standorte je Ort werden angefahren – meist bei exponierten Plätzen vor der Post, dem Rathaus etc. "Bei rund 85% Stammkundschaft geht das oft sehr privat und freundschaftlich zu", freut sich die Chefin. Fast jeder kenne die Familiengeschichte des anderen. Von 10 bis 17 Uhr ist sie "on Tour". Immer gegen Mittag wird neue Ware im Fahrzeug aufgefüllt. Fast 35 % des Gesamtumsatzes wird so im ländlichen Raum um Hakenstedt mittlerweile mit dem Verkaufsgefährt eingefahren. Zum Hauptgeschäft und dem Café kommen noch fünf Wiederverkäufer als Abnehmer. Zu den Spezialitäten zählen das Ohrdorfer Traditionsbrot ebenso wie die Hakenstedter Schlemmerkruste, ein dunkles Vollkornbrot mit Körnern. Tochter Undine organisiert zusätzlich die
Schulversorgung – Pizza und Ciabattabrötchen sind die Renner. Bei 14 Stunden und mehr an sieben Tagen die Woche (das Café ist auch Sonntagnachmittag geöffnet) sei ein gutes Teamverhalten Voraussetzung, ebenso wichtig wie Disziplin."Wir halten alle zusammen", meint Undine. Sonst sei der Betrieb heutzutage bei hohen Personalfremdkosten nur schwer finanzierbar. Die fünf zusätzlichen Mitarbeiter sind bereits seit vielen Jahren dabei und zählen quasi zur Familie. Ohrdorf ist zufrieden, auch wenn der Berufsalltag nicht einfacher wird: "Die Kapazitäten sind nahezu ausgereizt, unsere Preise bei guter Qualität weiter günstig und das bei steigenden Rohstoffpreisen." Jedes Jahr ist er Stammgast bei der Borco-Höhns Frühjahrsmesse, um nach neuen Trends Ausschau zu halten. Die hohe Qualität der Fahrzeuge sei ja ohnehin garantiert. Das Mobilgeschäft ist nach den Worten Ohrdorfs ein sicheres Standbein. Ohne den Überlandverkauf würde ein wesentlicher Umsatzzweig fehlen. Alles sei aber zeitintensiver geworden. Die über zehnjährige Gemeindearbeit hat Ohrdorf deshalb aufgegeben. Mit der jetzigen Geschäftsituation sei er zufrieden, auch wenn es zunehmend mehr Kraft brauche, den erfolgreichen Aufbau zum Stammbäcker vor Ort zu halten. Gespart werde nämlich derzeit überall, da helfe nur Mehreinsatz und Service zum Wohle der Kunden. Der jährliche Umsatz von etwa 400.000 Euro sei trotz allem stabil geblieben. Weitere Kundenreportagen über Brot- und Backwaren Informieren Sie sich über die Grundlagen aus dem Artikel der "DBZ" Nr. 42/2001 Kommentar von Hermann Kleinemeier, Chefredakteur der "DBZ", Nr. 42/2001 Interview der DBZ mit Lothar Geißler "Beste Deckungsbeiträge", "DBZ,Nr. 42/2001 Verkaufsmobile und Verkaufsanhänger für Brot und Backwaren Auf einen Blick: Unsere Garantien, Service- und Dienstleistungen Mehr über unser Seminar- und Fortbildungsangebot Mietangebote für Verkaufsfahrzeug-Serienmodelle Fordern Sie gleich Prospektmaterial an und informieren Sie sich über weitere mobile Verkaufsfahrzeuge und Sondermodelle! |
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