Verkaufsfahrzeuge, Verkaufsanhänger, Verkaufsmobile, Verkaufsstände und Pavillons von Borco-Höhns

 

Verkaufsfahrzeuge, Verkaufsanhänger, Verkaufsmobile, Verkaufsstände und Pavillons von Borco-HöhnsWümme Bäckerei Sammann
auf Expansionskurs

Man verkauft mit Borco-Höhns

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"Mobiler Umsatz liegt auf der Straße" - Antizyklisch investieren

Fischerhuder Schwarzbrot und Künstlerbrötchen

Fischerhude - Wirtschaftlich gesund expandieren ist der Leitspruch des Bäckermeisters Volker Sammann. Innerhalb von nur fünf Jahren stehen auf seiner Haben-Seite fünf Bäckereifilialen und ein mobiles Fahrgeschäft. Produktionssitz und Verkaufszentrale von allein 28 verschiedenen Brötchensorten ist das kleine Künstlerdorf Fischerhude nahe Bremens. Von hier aus plant der Familienbetrieb Wümme Bäckerei Sammann GmbH neue Geschäftsideen.

Es ist kurz vor der Mittagspause. Firmenchef Volker Sammann hat an diesem morgen schon etwa 3.000 Brötchen an die Stammkunden verkauft.. Am Tagesende werden es wohl wieder etwa 5.000 sein, am Wochenende sogar 10.000. "Die so genannten Künstlerbrötchen sind heiß begehrt, genauso wie das Fischerhuder Schwarzbrot", freut sich der Bäcker. Das Rezept sei noch von seinen Großeltern überliefert. Denn schon rund 70 Jahre sind die Sammanns als Bäcker und Konditor aktiv.

Opa Sammann baute in den 30er Jahren das Stammgeschäft auf. Einige Jahre später stieg der Vater des heute 37-jährigen Sammann ein. Der setzte neben dem stationären Geschäft und der Belieferung kleiner "Tante-Emma-Läden" auch schon auf Mobilität. Sammann Junior. "Mit einem VW-Bully - provisorisch mit einigen Brettern innen bestückt - fuhr er seine Verkaufstouren über Land."

Volker Sammann in seiner BackstubeDie Flexibilität und den Geschäftssinn hat Sohn Volker vom Vater übernommen. Seit Kindesbeinen sei er mit dem Handwerk aufgewachsen und habe es immer mehr schätzen gelernt. "Mit 14 Jahren bin ich morgens um 3 Uhr mit meinem Vater in der Backstube gewesen und habe die ersten Brötchen geformt", sagt Sammann. An die unwirtlichen Arbeitszeiten habe er sich also früh gewöhnt, das könne ihn nicht schocken, so der Bäcker aus ganzem Herzen.

Vor seinem Einstieg als Geschäftsführer der Wümme-Bäckerei mit momentan 30 Voll- und Teilzeitkräften (22 davon im Verkauf) war der gelernte Einzelhandelskaufmann und Angestellter eines Lebensmittelmarktes im Ladenbau beschäftigt. Für Firma Wescho verkaufte Sammann die "Hardware", Ladenausstattungen für - wie könnte es anders sein - Bäckereibetriebe.

Mit der Übernahme des väterlichen Betriebes vor rund fünf Jahren baute Sammann die Philosophie der auf drei wirtschaftlichen Standbeinen beruhenden Geschäftsstrategie konsequent aus und verfeinerte sie. Der zentrale Produktionsstandort mit angeschlossenem Hauptgeschäft wurde als erstes um gut 200 qm erweitert, ein Etagenofen (10 qm) für Brot, Brötchen und Kuchen sowie der Stickenofen auf den neuesten technischen Stand gebracht.

"Bislang ist jedes Jahr eine Filiale hinzugekommen", beschreibt Sammann sein solides Wachstum in die Region, Richtung Oyten und Tarmstedt. Zweites Standbein ist die Belieferung von Supermärkten und kleinen Fachgeschäften sowie eines ökologischen Hofladens. "Gerade in wirtschaftlich schwachen Zeiten muss man antizyklisch investieren", ist Sammanns Motto.

Mit dieser Einsicht baute er sich vor knapp zwei Jahren sein - wie er es nennt - unabhängiges "Spielbein" auf, den mobilen Verkauf. Mit belegten Brötchen, Kuchen und Extras wie Zeitungen etc. habe er zunächst eine Überland-Tour im Umkreis von 20 Kilometern geplant. Vom Rotenburger Fahrzeughersteller Borco-Höhns sei er dann aber schnell eines besseren belehrt worden und so auf Erfolgstouren gekommen.

Volker Sammanns 2,8 Liter Diesel Frühstücksmobil

"Ein erstes Kennen lernen der Rotenburger auf der "Internorga" hat mich damals überzeugt", ist Sammann mit seiner Entscheidung rundum zufrieden. Im regen Austausch mit Hans-Jürgen Beyer, Fachberater für Backwaren-Verkaufsmobile von Borco-Höhns, sei die Entscheidung für einen 2,8 Liter Diesel Verkaufswagen gefallen. Dass Angebot eines Testjahres habe ihn außerdem beeindruckt. Ohne große Investitionen habe er so ein professionelles Fahrzeug zur Auslieferung und dem zusätzlichen Kundenaufbau zur Verfügung gehabt. Das Besondere: Bei Nichtgefallen beziehungsweise fehlender Geschäftssubstanz hätte er nach der 12-Monats-Frist ohne weiteres das Gefährt an den Fahrzeugbauer zurückgeben können.

Mit Hilfe eines Exklusivpartners von Borco-Höhns, wurde gleichzeitig ein maßgeschneidertes Vertriebskonzept entwickelt - inklusive Tourplanung und -aufbau, Touroptimierung und Verkaufsförderung. Das Ergebnis: die Frühstückstour in nahe liegende Industriegebiete für das arbeitende Firmenpersonal sollte den Verkaufserfolg bringen.


Wenn das Frühstücksmobil kommt, warten die Kunden schon.

Mittlerweile ist Sammanns rollendes Frühstücksmobil etabliert. Die Beschäftigten stehen nach seinen Worten schon auf der Straße, wenn der Fahrer kommt.

Die von Beyer prognostizieren Umsatzzahlen habe er zunächst gar nicht wahr haben wollen, so Sammann. Im Gewerbegebiet Oyten würden etwa 30 Firmen angesteuert. An guten Tagen sei so ein Umsatz von 500 Euro zu machen. Das mache etwa 10.000 Euro im Monat abzüglich der Lohnkosten. Den Profi-Verkaufswagen im Wert 30.000 Euro hat Sammann kurzerhand gekauft.

Auch wenn mit dem "Teuro" und der konjunkturellen Flaute alle etwas zurückhaltender im Geld ausgeben geworden sind, ist Sammann überzeugt, "das der mobile Umsatz auf der Straße liegt." Man müsse ihn nur abholen. Ein gutes Konzept und gute Geschäftspartner natürlich vorausgesetzt. Im Moment werde eine neue erweiterte Tour erarbeitet. Die Brötchen werden von einer Mitarbeiterin jeden Morgen um 3.30 Uhr bis 5 Uhr frisch belegt und gehen dann per Fahrer auf Reisen. Zwischen 8.30 Uhr bis 11 Uhr geht die elektrische Klappe des Mobilgeschäftes zur Seite auf und gibt den Blick auf den reichhaltig bestückten, beleuchteten Tresen frei.

Sammann weiß, was geht und was nicht: "Das Equipment muss stimmen. Bei hochwertiger Ware muss auch die Präsentation der Ware top sein. Gute Qualität hat nun mal ihren Preis. Die Präzision und handwerkliche Genauigkeit der Borco-Höhns Branchenmobile sei da einfach überzeugend." Vier Brotregale, gut einsehbare Theke, mindestens sechs Ladenbleche, Regale für Handelswaren, Arbeitsplatte, Papierrollenhalter, Kassenschublade oder Aufstellplatz für die elektronische Kasse, Kühlschrank und Handwaschbecken mit Warm- und Kaltwasser zählen zur Grundausstattung.

Sammanns weitere Rezeptur: Frische, Qualität und absolute Kundenorientierung. 120 Tonnen Weizenmehl werden durchschnittlich pro Jahr verarbeitet. Hochwertige Rohstoffe und perfekte Dienstleistung prägen das Umfeld. Sammann: "Wenn es regnet und die Omi kommt nicht nach Hause, fahren wir sie." Maßstäbe, die Sammann auch an seine Mitarbeiter anlegt.

In diesem Jahr möchte er ein Verkaufstraining über die Service-Abteilung von Borco-Höhns buchen. "Meine Mannschaft wird regelmäßig geschult, zum Beispiel in der Warenpräsentation." Das Team in Rotenburg unterstütze ihn auch hier mit schnellen, unkomplizierten Lösungen. Eben an der Praxis orientiert.

"Halbherzige Geschichten, halbherzige Umsätze," meint Sammann. Seit kurzem hat er die Kältetechnik seines Unternehmens komplett erneuert. Im Lagerfroster sei Platz für 25 Stickenwagen. Tiefgekühlt ist die Ware bis zu einer Woche haltbar. Hinzu kommt die Gärverzögerungsanlage. "Technik und Handwerk müssen miteinander harmonisieren", erklärt Sammann. So könne die Tagesproduktion vorproduziert werden und muss am nächsten Morgen nur noch gebacken werden. Insgesamt sei damit die Auslastung gleichmäßiger über den Tag verteilt.

Der Umsatz im Jahr 2002 lag laut Sammann bei etwa 1 Mio. Euro, 2003 strebe er 1,2 Mio. Euro an. Seit seinem Geschäftseinstieg habe er zugleich etwa 1 Mio. Euro reinvestiert, so Sammann. Jüngster Plan: Im Februar wird eine weitere Filiale in Bremen Seebaldsbrück eröffnet. Ein weiteres Verkaufsmobil aus dem Hause Borco-Höhns steht ebenfalls zur Diskussion.

Volles Programm also bei den Sammanns. Allerdings: "Zwei Wochen Ferien im Jahr sind ihm heilig", so der Firmenchef. Mit 3,5 Stunden Schlaf in der Nacht und zwei Stunden über Mittag komme er über¹s Jahr sonst aus.
Im Familienunternehmen Sammann steuert Frau Heike den Verkauf. Bruder Joachim ist der Konditor in der Familie und verantwortlich für die Produktion. Entspannung findet Volker Sammann ansonsten auf dem heimischen Fußballplatz. Dort ist er als Jugendtrainer für den TSV Fischerhude im Einsatz. Auch wenn Sammann sich um seine Nachfolge noch nicht kümmern muss, hat er vorgelegt. Bei drei Söhnen im Alter von drei bis zehn Jahren sollte doch einer dabei sein, der Lust hat, den Betrieb mal zu übernehmen. Entscheiden müssen sie irgendwann natürlich selbst, lacht Sammann.



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