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Seit über 35 Jahren der Fischfeinkost-Profi in der Harzregion.
Mehr Umsatz durch Investition in neues Verkaufsfahrzeug von Borco-Höhns.

(Herzberg) Den gewöhnlichen Einkauf außergewöhnlich machen, ist der Anspruch von Wiebke Anton. Die junge Geschäftsfrau ist mit ihrem Mann Ingo, Geschäftsführer der Fisch Anton GmbH, die mobile Seele und Organisatorin des Fachverkaufsgeschäftes. Sechs Verkaufsfilialen, so nennt Sie die fahrbaren Verkaufsgeschäfte, werden vom heimischen Büro im Harzort Herzberg dirigiert – während ihr Ehemann auf Achse ist und zwischen den Wochenmarktplätzen im Verkauf täglich hin- und herpendelt. Erst vor wenigen Wochen haben die Antons in einen modernen Selbstfahrer von Borco-Höhns investiert. Erfolge sind bereits deutlich messbar.
An diesem Morgen in Osterode strahlt die Sonne um die Wette mit dem Team von Fisch-Anton und ihrem neuen Verkaufswagen. Ein stattlicher Selbstfahrer, 9 Meter lang, bietet viel Platz und freie Blicke auf den ebenso leckeren Inhalt. Da sind zunächst zwei verkaufsgeschulte Mädels - unterstützt von einem männlichen Verkäufer. Im schicken blau-weiß karierten Outfit mit Namenschild und Firmen-Logo werden Frischfisch, delikater Räucherfisch, Fischfeinkost wie leckere selbst gemachte Salate und Marinaden professionell angeboten.
Firmenchef Ingo Anton (30) macht es vor – er ist zünftig gekleidet im weiß-blau gestreiften Fischer-Outfit. Der gelernte Bürokaufmann kennt das Fischgeschäft schon als kleiner Steppke, seine Eltern sind ein Berufsleben lang mobile Händler gewesen – und auch heute noch hin und wieder mit Rat und Tat dabei. Seither gilt als Familien-Firmenmotto „Fisch in Bestqualität“. An Ware wie Personal und dem mobilen Aushängeschild werden höchste Ansprüche gestellt.
„Man sollte das Naturprodukt Fisch schon sehr mögen,“ sagt die junge Chefin. Die 30jährige gelernte Fremdsprachenkorrespondentin Wiebke Anton ist fast seit dem ersten Kennen lernen ihres Mannes vor etwa neun Jahren mit Leib und Seele im Geschäft dabei. Als begeisterte Fischesserin fiel ihr die Neuorientierung leicht. Trotz mittlerweile drei Kindern managt Sie Buchhaltung, Einkauf und Marketing per Telefon und PC. Eine Mitarbeiterin ist im Sekretariat beschäftigt, die Personalbetreuung der 14 Fachkräfte im Verkauf teilen sich die Eheleute.
Zur Begeisterung zum Produkt kommt bei der jungen Geschäftsfrau Anton ein gutes Gespür für die Kundenwünsche und ausgeprägter Geschäftssinn hinzu. Anton weiß genau, was für Produkt und Präsentation aus einem Guss zählt: Innovative Thekengestaltung, umsatz- und ertragsstarke Sortimente, attraktive Formen der Warenpräsentation und immer wieder Tipps und Tricks der Verkaufsförderung. Welche das sind, sei Teil des Betriebsgeheimnisses – wer wie Sie des Öfteren einfach mal bei der Konkurrenz vorbeischaue, könne sich aber schon spontan was abschauen. So steht an diesem Verkaufsdienstag ein holländisches Original, ein Holz-Matjeswagen mit gusseisernen Rädern, neben dem „high-tech Verkaufsmobil“ aus der Fahrzeugschmiede des marktführenden Rotenburger Herstellers Borco-Höhns.
Gearbeitet wird stetig an der Optimierung des Auftritts. So sei die Tresenfläche durch geschickte Platzierung der Kühltechnik um fast 4 Prozent angestiegen – die transparente Innenraumabdeckung verläuft auch an der Heckseite des Wagens, so dass eine optimale Rundumsicht zur Ware gewährleistet ist. „Das Fahrzeug strahlt Wärme aus,“ sagen viele Stammkunden. Womit sicher nicht allein das BÄRO-Licht zur optimalen Ausleuchtung der Fischware gemeint ist. Das „Rennpferd“ aus dem Hause Borco-Höhns - macht seinem Namen alle Ehre. Etwa 15 % mehr Umsatz sei zu registrieren, erklärt Frau Anton. Neue Käuferschichten konnten so hinzugewonnen werden. Gut vier Tonnen Fisch gehen laut Ingo Anton pro Woche
über den mobilen Tresen. Die Klassiker Rotbarsch, Dorsch, Seelachs aber auch Exoten wie Heringshai, Lou de Mer, Schwertfilet oder Marlin, besser bekannt als Thunfisch, werden nachgefragt. Auch Flugfisch aus Vietnam oder Heringsprodukte aus Russland stehen auf der Anton’schen Speisekarte. Auch grätenfreie Süßwasserfische wie der asiatische Pangasius oder der aus Afrika stammende Viktoriabarsch sind als Filet auf dem vielfältigen Programm.
  
„Europaweit im Trend sind „bequeme Lebensmittel“, so genannte Convenience-Produkte, die teilfertig bzw. verzehrsfähig sind“, so Wiebke Anton. Der Fischimbiss auf die Hand – vom Fischbrötchen, zur Frikadelle bis zum Backfisch - sind ein wichtiger Bestandteil des Angebotes. Ein so genannter Konvektomat ist das Geheimnis der Fertiggerichte bzw. ofenfrisch vorbereiteten Ware: Braten, Dünsten, Garen, Kochen ist so auf kleinen Raum kein Problem. Die Kunden wissen es zu schätzen: Zeitersparnis, eine schnelle und gleichzeitig gut gelungene Mahlzeit oder das Snacking sind nämlich voll im Trend. Ein passendes Kochrezept als Werbezettel, Tipps oder das Marinieren von Grillfisch werden von Fisch-Anton kostenlos mitgeliefert.
Natürlich werde auch Benchmarking betrieben, meint die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin Anton. Man merkt Ihr an, dass sie zuvor bei einem US-Unternehmen in Hannover tätig war. Der Vergleich mit Mitbewerbern und darüber hinaus auch mit branchenfremden (best practice) Unternehmen gehöre einfach dazu. Hin und wieder sollte man laut Anton Produkte, Methoden, Abläufe und Strukturen nach Optimierungschancen durchsehen.
Seit über 35 Jahren existiert die Herzberger Firma, seit über 30 Jahren ist der Fahrzeugbauer Borco-Höhns ein treuer Geschäftspartner. Wie das Verkaufsfahrzeug, ein Mercedes 810 Diesel, bewusst nach Qualität, einwandfreier Optik und technischem Know-how (mit modernster HCCP-Hygiene) ausgesucht wurde, so setzt sich die Kette Richtung passender Lieferanten fort. Früh am Morgen ist der firmeneigene LkW nach Bremerhaven unterwegs, um die frische Ware ins Binnenland zur Harzstadt Herzberg zu transportieren. In Cuxhaven habe man eine kleine Dependance vor Ort, so die Antons. Fisch ist trotz Preisanstiegs im Trend, und nun mal in der zweitgrößten Stadt des Landkreises Osterode nicht typischerweise
angesiedelt. Was dem Traditionsunternehmen zu gute kommt.
Frau Anton nimmt auch an diesem Morgen die Bremerhavener Ware genauestens unter die Lupe. Danach wird der Fisch zunächst in die beiden Kühlhäuser der Firma verteilt – aufgeteilt nach Frischfisch und Räucherware. Alles was nicht 100%ig ist, gehe wieder retour. Das komme allerdings seltener vor. Verbraucheraufklärung liegt der Inhaberin am Herzen: Oft werde Sie nach dem Algengeruch des Frischfisches gefragt. Das sage jedoch nichts über die Frische aus, sondern lediglich, in welchen Gewässern und in welcher Tiefe die Fische zuhause waren. Je tiefer, je hochwertiger, je fleischiger sei eine Richtschnur.
„Als selbständige Unternehmer liegt der Erfolg in erster Linie bei einem selbst,“ so Wiebke Anton. Man müsse neben der Freude zum eigenen Geschäft, den direkten Weg zu den Menschen finden. Offen, begeisterungsfähig und zugleich mit frischen Ideen überzeugen. So findet demnächst ein Kundenworkshop für Stammkunden statt. „Was Sie schon immer über Fisch wissen wollten“ ist das Motto, Kontaktpflege und die eine oder andere Anregung fürs Tagesgeschäft inklusive. Der Standort ist heute nicht mehr wichtig - vom Fang bis zur verkaufsfertigen Präsentation liegen immer nur wenige Stunden, egal ob die Ware aus Cuxhaven oder Russland, Hawaii oder Bremerhaven kommt. Von Dienstag bis Sonnabends ist Fisch Anton in der gesamten Harzregion unterwegs – sechs Fahrzeuge und 15 Mitarbeiter rotierend, je nach Andrang.
Das mobile Verkaufen passe bei Ihnen zum Lebensgefühl. Wir kommen dem Kunden immer entgegen, so das Ehepaar Anton. Individuelle Beratung sei ein Gebot. Als regelmäßige Infobörse und Weiterbildung dient das Online-Portal www.seafood-forum.de. Hier wird gechatet, Erfahrungen unter Gleichgesinnten werden ausgetauscht und Vorträge bzw. Schulungen für die Mitarbeiter zur Fortbildung gebucht. Man müsse das Geschäft leben, so die Antons. Nur etwa vier Wochen im Jahr nimmt sich die junge Familie eine Auszeit vom Berufsalltag – und kauft den Fisch bei der Konkurrenz am Ferienort.
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